Die Welt
Die Geschichte spielt in den Jahren 2068 bis 2072 in Berlin. Die Technik hat sich weiter entwickelt, es gibt allerlei rollbare Displays, intelligente Häuser, Essenspakete, die man nur in eine Maschine stecken muss, um sie dann sofort genießen zu können, Autos mit Magnetantrieb und nicht zu vergessen die Chips, die jeder Bürger im Handgelenk implantiert hat, um sich überall registrieren und fortbewegen zu können.
Erster Abschnitt
Berlin 2072 Er stieg in den Fahrstuhl. »Guten Tag. Bitte halten Sie Ihr Hangelenk an den Scanner.« Er tat, wie ihm befohlen und hielt sein Handgelenk an das Lesegerät.
Die Story
Eine Firma Namens »Better Life« hat es sich zur Aufgabe gemacht traumatisierten Soldaten und Polizisten durch eine Manipulation ihrer Gedanken zurück zu einem normalen, schönen Leben zu verhelfen. So scheint es zumindest. Hierfür wird die Neuroinformatikerin Zoe Fink engagiert, die im Auftrag von Better Life ein Programm schreibt, welches der Firma bei der Umsetzung ihres Plans helfen soll. In dem Glauben etwas Gutes zu tun, entwickelt Zoe das Programm. Doch dann bemerkt Zoe, dass sie belogen wurde und Better Life ihr Programm nutzt, um Menschen zu löschen und sie für ihre eigenen Zwecke einzusetzen. Als Zoe recherchiert und kurz davor ist aufzudecken, was Better Life wirklich alles mit ihrem Programm anstellt, wird sie erwischt. Zunächst wird ihr lediglich gekündigt und nahe gelegt, sich nicht mit Better Life anzulegen, »Sie wissen, zu was wir in der Lage sind«. Doch als sie kurz darauf einen netten, jungen Mann kennen lernt, bemerkt sie schnell, dass er von Better Life manipuliert und auf sie angesetzt wurde. Kurz darauf beginnt ihre gemeinsame Flucht und Zoe versucht beharrlich ihren Fehler wieder gut zumachen.
Auszug
»Er hatte bloß angerufen, um Zoes Chip nachverfolgen zu lassen. Paul hatte von diesen technischen Dingen keine Ahnung. Grewe hatte herumgemotzt, er solle hinnemachen, Google-ID könne wohl jeder bedienen.«
Wie ich finde, eine unangenehme Aussicht auf das, was uns möglicherweise tatsächlich in Zukunft bevorsteht.
Erzählperspektive
Die Sichtweise der Story wechselt zwischen der von Zoe, Marvin und Paul, so dass der Leser immer allwissend bleibt.
Fazit
Wie ich finde, ein spannendes und angenehm geschriebenes Buch. Die Geschichte hat mich bereits zu Beginn fesseln können. Die Story ist so aufgebaut, dass man sie in einem Rutsch durchlesen kann, ohne von langatmigen Passagen ausgebremst zu werden. Der Leser wird schnell von einem zum nächsten Ereignis katapultiert, so dass gar keine Chance besteht, Langeweile aufkommen zu lassen. Auch Lilliths flüssiger Schreibstil in kurzen Sätzen fördert das angenehme Lesen. Nach langen, verschachtelten Sätzen kann man in diesem Buch zum Glück lange suchen. Ich bin auf den nächsten Teil gespannt!
Hat euch die Rezension neugierig gemacht? Dann holt euch gleich hier das Buch! 🙂
