Klappentext schreiben
Jill Noll Autorin: #19 Wie schreibe ich einen Klappentext? (Bild-Quelle: Pixabay)

#19 Wie schreibe ich einen Klappentext?

In meinem letzten Beitrag habe ich euch erzählt, dass ich das große Glück habe Autorin des Schreibmeers sein zu dürfen. Doch neben meinem Blog und dem Schreibmeer-Magazin, ist noch immer mein Buch mein Projekt Nr. 1. Langsam nähere ich mich nun der Veröffentlichung von „Zwischenwelt“ und daher muss endlich ein vernünftiger Klappentext her. Doch was ist eigentlich ein vernünftiger Klappentext?

 

OK. Ein Klappentext ist doch einfach eine kurze Zusammenfassung von dem Inhalt eines Buchs … oder etwa nicht?
Nein. So einfach ist es leider nicht. Es geht hierbei um viel mehr. Der Klappentext muss den interessierten, potentiellen Leser sofort packen, darf aber nicht zu viel verraten. Er muss den Menschen, der euer Buch in den Händen hält mitreißen, berühren, neugierig machen.

Doch wie könnt ihr euer Buch mit seinen vielen Facetten, Charakteren und Handlungssträngen auf wenige Wörter herunterbrechen?
Mir fiel es bei den ersten Versuchen sehr schwer. Immer wieder weigerte ich mich, Elemente aus dem Klappentext zu streichen, die ich dem Leser einfach nicht vorenthalten wollte. Ich wollte ihm alles zeigen, was mein Buch zu bieten hat. Doch darum geht es beim Klappentext nicht. Denn wenn der Klappentext bereits alles verrät, dann brauch der Leser das Buch ja auch nicht mehr kaufen.

Doch wie schreibe ich einen Klappentext?

Eckdaten des Klappentextes

  • Länge: 100 – 200 Wörter
  • Sicht: 3. Person Gegenwart
  • Zweck: Marketing / Verkauf

1. Findet den Kern
Ein Buch, egal wie facettenreich es ist, hat immer einen Kern. DIE Grundhandlung, die alles vorantreibt und eure Charaktere nicht still sitzen lässt. Findet diesen Kern und lasst alles andere außen vor. Hintergrundinformationen und überraschende Plotwendungen sind wichtig und spannend, gehören aber nicht in den Klappentext. Seid ehrlich zu euch selbst und filtert nur das Allerwichtigste heraus.

 

TIPP: Beschränkt euch auf die Haupthandlung.

 

2. Keine Spoiler
Überraschende Plotwendungen oder gar das Ende im Klappentext unterzubringen wäre auch deshalb falsch, weil euer Leser dann bereits alles weiß. Es gibt keine AH- und OH-Erlebnisse mehr, und schlimmstenfalls ist er schrecklich gelangweilt. Macht ihn neugierig. Er soll herausfinden wollen, was ihm vorenthalten wird. Reißt die Handlung an und macht eure Leser heiß auf mehr.

 

TIPP: Verratet nichts, was den Leser eigentlich überraschen soll.

 

3. Jeder Satz muss überzeugen
Beginnt nicht mit einer langsamen Einleitung an. Bereits der erste Satz muss das Interesse wecken. Denn euer Klappentext hat ca. 5 Sekunden, um eure zukünftigen Leser zu überzeugen.
Streicht nicht nur alle Elemente, die für den Kern eures Buches in diesem Moment nicht relevant sind. Streicht auch jedes einzelne Wort, dass der Klappentext eigentlich gar nicht braucht.

 

TIPP: „Nicht kleckern, sondern klotzen“ heißt hier das Motto. Lange Erklärungen sind hier fehl am Platz. Zeigt, was euer Buch drauf hat.

 

4. Findet eine fantastische Headline
Eine Headline steht ganz am Anfang eures Klappentextes. Sie sollte in maximal 17 Wörtern das Genre und die Stimmung eures Buchs vermitteln – und einen Bezug zum Kern eurer Geschichte haben. Der Leser soll hier schon eine Idee davon bekommen, was ihn erwartet, und ob das Buch überhaupt seinem Geschmack entspricht. Dieser Satz kann neu entwickelt, oder aber ein Textzitat aus eurer Geschichte sein.

 

TIPP: Findet eine Headline, die alles in einem Satz vereint. Das Genre, die Stimmung und den Kern eurer Geschichte.

 

5. Streicht alles, was nicht von absoluter Wichtigkeit ist
Und damit meine ich nicht nur Nebenhandlungen oder Hintergrundinformationen, sondern auch Namen und Orte. Wenn euer Protagonist einen mysteriösen Brief erhält, ist es nicht wichtig, dass der Postbote Marc den Brief an einem regnerischen Dienstag um 15 Uhr überreicht hat. Wichtig ist einzig und allein, dass der Brief den Protagonisten antreibt zB. nach seinem Verfasser zu suchen.

 

TIPP: Streiche jedes Wort, das nicht wichtig ist.

 

6. Sei ehrlich
Wenn ihr ein spannendes Abenteuer geschrieben habt, in dem die Liebesgeschichte zwischen zwei Figuren nur eine untergeordnete Rolle spielt, dann gaukelt dem Klappentext-Leser nicht vor, dass es sich um eine Liebesgeschichte handelt. Am Ende ist er nur enttäuscht und empfiehlt das Buch nicht weiter.

 

TIPP: Bleibt bei der Wahrheit und zeigt, worum es wirklich geht.

 

7. Vermeide Superlative
Vermeidet Aussagen wie „das aufregendste Abenteuer“ oder „die gefühlvollste Liebesgeschichte“. Es wirkt überheblich und lässt den Leser bloß genervt mit den Augen rollen. Lasst dem Leser selbst die Chance sich ein Bild davon zu machen, wie aufregend oder gefühlvoll eure Geschichte ist.

 

TIPP: Seid nicht überheblich und versucht nicht euch einzuschleimen. Überzeugt mit eurer Idee.

 

8. Eliminiert ALLE Fehler
Wenn sich bereits in eurem Klappentext Tipp- und Rechtschreibfehler einschleichen, legen eure potentiellen Leser das Buch wieder aus der Hand und kaufen ein anderes. Also gebt alles – gebt euch vor allem Mühe – um genau das zu vermeiden!

 

TIPP: Ein einziger Fehler vergrault euren potentiellen Leser. Also lasst es nicht dazu kommen.

 

Nachdem wir nun eine Idee davon haben, was ein Klappentext beinhalten sollte, und was nicht, möchte ich gern mit euch zwei Klappentext-Varianten für „Zwischenwelt anschauen – und mit euch darüber diskutieren, was an meinen Klappentexten gut oder schlecht ist, und wie man sie noch verbessern könnte.

„Zwischenwelt“-Klappentext

Variante 1:
„In einer Welt voller mystischer Geheimnisse wird eine unerfüllte Liebe zur Gefahr für die gesamte Menschheit.“

Nur wenige wissen von den Möglichkeiten, die unsere Welt wirklich birgt, und nur wenige haben die Fähigkeit, die Energien dieser Welt zu beeinflussen und zu manipulieren. Doch diejenigen, die es können, sind im Stande, großen Schaden anzurichten.

Suko ist der Leiter des SEKP, dem Sondereinsatzkommando für paranormale Phänomene. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, diejenigen aufzuhalten, die ihre Fähigkeiten nutzen um sich selbst zu bereichern und anderen zu schaden.

Doch bei der Einstellung neuer Rekruten macht er einen fatalen Fehler. Die neue Rekrutin Daray will den attraktiven und erfolgreichen Suko für sich, koste es was es wolle. Bereit, alles zu tun, um ihn für sich zu gewinnen, nutzt sie ihre neu entdeckten Fähigkeiten, und wird so zur Bedrohung für die gesamte Menschheit.
Für Suko beginnt ein Kampf, ein Kampf um sein Leben, das Leben der Menschen und um die Frau, der sein Herz wirklich gehört.

Paranormale Phänomene und zwei Welten voller Gefahren. Ein schneller Urban-Fantasy Roman, der kaum Zeit zum Atmen lässt.

(Wörter: 182)

Variante 2:
„In einer Welt voller mystischer Geheimnisse wird eine unerfüllte Liebe zur Gefahr für die gesamte Menschheit.“

Suko, der Leiter des Sondereinsatzkommandos für paranormale Phänomene, hat sich dem Kampf gegen die Wirker verschrieben. Gegen diejenigen, die die Fähigkeit besitzen Energien zu manipulieren, und damit anderen Schaden zufügen.

Ausgerechnet seine neue Rekrutin Daray nutzt diese Fähigkeit gegen ihn. Sie ist regelrecht verrückt nach Suko und bereit, die gesamte Welt ins Chaos zu stürzen, um ihn für immer an sich zu binden.

Doch Suko hat andere Pläne für sein Leben und kämpft sich durch die von Daray erschaffene, gefährliche Welt, um seine Freiheit, das Leben der Menschen und die Frau, der sein Herz wirklich gehört, vor dem Wahnsinn seiner Rekrutin zu retten.

(Wörter: 116)

Welche der beiden Varianten spricht euch mehr an? Was findet ihr gut an ihnen und was würdet ihr verändern? Nehmt kein Blatt vor den Mund und kritisiert munter drauf los ?

In meinem nächsten Beitrag möchte ich mich näher mit dem Thema Buchtitel auseinandersetzen. Wie findet man ihn (oder wird man von ihm gefunden)? Gibt es irgendetwas zu beachten? Und was ist eigentlich ein guter Buchtitel?

Blogpost Ende und bis bald! ✌

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12 comments

  1. Otterfly says:

    Hey Jill 🙂

    Klappentexte sind unheimlich schwer zu schreiben, da beißt sich glaube ich jeder die Zähne dran aus xD Umso besser finde ich es, dass wir an Beispielen diskutieren können.

    Ich werde deine beiden Varianten einfach mal so kommentieren, wie ich das in einer Beta machen würde, bzw. bei meinen eigenen Klappentexten.

    Variante 1:

    „In einer Welt voller mystischer Geheimnisse wird eine unerfüllte Liebe zur Gefahr für die gesamte Menschheit.“ (würde ich streichen, Grund steht weiter unten)

    Nur wenige wissen von den Möglichkeiten, die unsere Welt wirklich („wirklich“ streichen) birgt, und nur wenige haben die Fähigkeit, die Energien dieser Welt zu beeinflussen und zu manipulieren. Doch diejenigen, die es können, sind im Stande, großen Schaden anzurichten.

    Suko ist der Leiter des SEKP, dem Sondereinsatzkommando für paranormale Phänomene. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, diejenigen aufzuhalten, die ihre Fähigkeiten nutzen (Komma) um sich selbst zu bereichern und anderen zu schaden. (gut)

    Doch bei der Einstellung neuer Rekruten macht er einen fatalen Fehler. (versuch den Satz so umzuformen, dass das Wort Rekrut nicht vorkommt, sonst verliert der nächste Satz an Impakt) Die neue Rekrutin Daray will den attraktiven und erfolgreichen Suko für sich, koste es (Komma) was es wolle. Bereit, alles zu tun, um ihn für sich zu gewinnen, nutzt sie ihre neu entdeckten Fähigkeiten, und wird so zur Bedrohung für die gesamte Menschheit. (hier wird sehr deutlich, dass ihre Liebe zu Suko eine Bedrohung für die Welt darstellt. Du benutzt fast identische Satzteile wie in deinem Header, daher liest sich das wie eine Wiederholung. Wenn du den Header streichst, kommt die Information trotzdem an)
    Für Suko beginnt ein Kampf, ein Kampf um sein Leben, das Leben der Menschen und um die Frau, der sein Herz wirklich gehört.

    Paranormale Phänomene und zwei Welten voller Gefahren. Ein schneller Urban-Fantasy Roman, der kaum Zeit zum Atmen lässt. (würde ich streichen, weil ich mir als Leser gerne selbst ein Bild von dem Buch mache. Wenn diese Art der Beurteilung vom Autor selbst ausgeht und nicht als Zitat dasteht, werde ich oft sofort skeptisch)

    Variante 2:

    „In einer Welt voller mystischer Geheimnisse wird eine unerfüllte Liebe zur Gefahr für die gesamte Menschheit.“ (hier funktioniert der Header besser, weil er frische Satzteile beinhaltet und der eigentliche Klappentext kürzer ist)

    Suko, der Leiter des Sondereinsatzkommandos für paranormale Phänomene, hat sich dem Kampf gegen die Wirker verschrieben. Gegen diejenigen, die die Fähigkeit besitzen Energien zu manipulieren, und damit anderen Schaden zufügen. (ich würde die Sätze fusionieren, damit der Bruch nach verschrieben nicht passiert. Also etwa: …hat sich dem Kampf gegen die Wirker verschrieben, denjenigen, die die Energien der Welt manipulieren und damit anderen Schaden zufügen können.)

    Ausgerechnet seine neue Rekrutin Daray nutzt diese Fähigkeit gegen ihn. Sie ist regelrecht („regelrecht“ streichen) verrückt nach Suko und bereit, die gesamte Welt ins Chaos zu stürzen, um ihn für immer an sich zu binden. (besser als in Variante 1)

    Doch Suko hat andere Pläne für sein Leben („für sein Leben“ streichen) und kämpft sich durch die von Daray erschaffene, gefährliche Welt, um seine Freiheit, das Leben der Menschen und die Frau, der sein Herz wirklich gehört, vor dem Wahnsinn seiner Rekrutin zu retten.

    Mir gefällt die zweite Variante insgesamt besser, weil sie knapper ist und den Plot besser auf den Punkt bringt. Auch, dass du den Begriff Wirker eingebracht hast, funktioniert gut. Den ersten Klappentext finde ich unter anderem etwas zu lang, wobei das nicht mehr das Problem wäre, wenn Anfang und Ende gestrichen werden.

    Ich hoffe, du kannst mit meiner Meinung etwas anfangen und findest einen richtig guten Klappentext für dein Buch^^

    LG, Otterfly

    • Jill Noll says:

      Hey Otterfly,

      ich denke, es ist generell wichtig, über Klappentexte vorab zu diskutieren. Und wenn nicht öffentlich, dann auf jeden Fall mit den Testlesern.

      Vielen Dank für deine Kommentare zu meinen beiden Varianten!

      Variante 1:

      – Ich habe nichts dagegen, den Header zu streichen. Ich denke auch, dass man auch ohne ihn schnell merkt, um welches Genre es sich handelt, und wie die Stimmung ist. Ein Zitat aus dem Buch selbst, wäre evtl doch ein besserer Header. Oder aber, ich lasse den Header ganz weg.
      – Den einen Satz so umzuformulieren, dass das Wort „Rekrut“ verschwindet, halte ich für eine ausgezeichnete Idee! Danke für den Hinweis 🙂
      – jap, ich würde den letzten Satz auch streichen. Diese Art von Satz wurde mir von einem „Klappentext-Generator“ aufgedrängt, und ich wollte mal sehen, was ihr dazu sagt – aber dann sind wir uns ja einig 😉

      Variante 2:

      – tatsächlich hatte ich die Sätze zunächst ähnlich formuliert, wie du es nun vorschlägst, doch am Ende wurde der Satz dadurch sehr lang. Und lange Sätze sind ja generell nicht gern gesehen. Ich dachte, gerade im Klappentext sollte ich so etwas vermeiden. Aber du hast recht. Der Bruch ist auch mir aufgefallen. Da muss noch eine vernünftige Lösung her! 🙂
      – hihi – das „für sein Leben“ hatte ich erst nicht drin stehen. Und erst kurz bevor ich den Artikel veröffentlicht habe, habe ich es doch noch in den Satz eingefügt. Denn wenn man den Satz ohne „für sein Leben“ liest, fehlt irgendetwas – wie ich finde. Geht es dir auch so, wenn du ihn ohne „für sein Leben“ liest?

      Ich danke dir noch einmal vielmals für deine Meinung! Das war wirklich hilfreich! ?

      (P.S: Kommasetzung ist einfach nicht mein Ding ??)

      LG
      Jill

      • Otterfly says:

        Es kann sein, dass das „für sein Leben“ ein Wackelkandidat ist. Ich persönlich störe mich eher daran, allerdings wäre es nicht das erste Mal, dass ich in einer Beta etwas bemängele und in der zweiten Beta genau die Ursprungsform zurückfordere xD Die Entscheidung liegt ganz bei dir.

        Schön jedenfalls, dass meine Kommentare hilfreich waren 🙂 Es ist gar nicht so leicht, als Autor alle Feinheiten zu sehen, weil man den Text schon so gut kennt^^

        • Jill Noll says:

          Absolut! Die allererste Version meines Klappentextes hat eine Freundin von mir etwa so kommentiert: „Möchtest du wirklich die Überraschung im ersten Abschnitt schon im Klappentext vorweg nehmen?“ 😀

          Da ist mir erst klar geworden, dass ich nicht zu viel verraten sollte 😉

          Wenn du mal einen Text zum Durchgucken hast, sag gern bescheid!

  2. Hallo liebe Jill,

    was für ein interessanter Artikel mit guten Tipps! Ich habe ja selbst schon ein paar Klappentexte geschrieben und hatte dabei immer so meine Schwierigkeiten. Ich wusste nicht, wieviel von der Geschichte ich verraten soll. Das mit dem „Kern finden“ ist aber auf jeden Fall ein guter Tipp, den ich nächstes Mal beherzigen werde.

    Von deinen beiden Klappentexten würde mich der erste mehr ansprechen. Er ist ausführlicher und beschreibt auch kurz die Welt, um die es geht. Das finde ich sehr interessant und macht mich neugierig. Der zweite ist zwar auch nicht schlecht, doch ich finde ihn nicht so ansprechend wie den ersten. Da fehlt mir die Information zu der Welt – auch wenn kurz erwähnt wird, was Suko macht. Auch fehlt mir beim zweiten Klappentext der passende Schlusssatz, so wie das beim ersten der Fall war („Paranormale Phänomene und zwei Welten voller Gefahren (…)“).

    Ich bin wirklich schon sehr gespannt auf deinen Roman und so wie das klingt, könnte er in mein Beuteschema passen 🙂 Außerdem freue ich mich auf den Artikel zur Titelfindung, weil das ist auch nochmal so ein Thema, mit dem ich meine Schwierigkeiten habe. Ich habe immer das Gefühl, meine Titel seien zu einfallslos…

    Ganz liebe Grüße
    Myna

    • Jill Noll says:

      Hi liebe Myna 🙂

      Auch dir vielen lieben Dank dafür, dass du deine Meinung äußerst! 🙂

      Sehr interessant ist ja immer wieder zu sehen, wie die Geschmäcker doch unterschiedlich sind! Dir gefällt Variante 1 besser, unter aufgrund des letzten Satzes. Otterfly gefällt Variante 2 besser – würde bei Variante 1 sogar den letzten Satz streichen 🙂
      Mir persönlich ist dieser Satz tatsächlich etwas unbehaglich. Irgendwie finde ich es seltsam, ihn selbst geschrieben zu haben. Wenn er die Meinung von einem Kritiker gewesen wäre, würde es mir dabei sicher anders ergehen.

      Aber ich könnte die Variante 2 um die Erklärung der Welt aus Variante 1 evtl noch ergänzen. Noch ist ja kein Klappentext auf das (noch nicht existierende) Buch gedruckt – also können wir daran noch alles ändern, was wir ändern wollen 😀

      Ich freue mich wirklich sehr über dein Interesse an meinem Buch! Und ich hoffe, dass ich deine Erwartungen erfüllen kann! 🙂
      Wenn du mal Hilfe bei einem Klappentext brauchst, sag gern bescheid! Es schadet nie, wenn noch ein zweites Paar Augen (oder drittes und viertes) drüber guckt!

      Ganz ließe Grüße zurück!
      Jill

  3. Hallo liebe Jill,

    das ist ein toller Blogbeitrag von dir. Du hast deine Tipps klar und kurz formuliert. Das bringt mir als Leser wirklich was. Ich kann deine Tips wie eine TODO-List gleich direkt anwenden.
    Ja, Klappentexte sind schwierig. Du hast nur ein paar Zeilen, nur diese 5 Sekunden, um den Betrachter zu fesseln.

    Meine Meinung zu deinen beiden Varianten:
    – den ersten Satz weglassen oder umschreiben (Passivkonstruktion – wirkt unpersönlich und distanziert)
    – kürzere Sätze
    – zu lange Worte vermeiden

    Es gibt Tools im Netz, die Texte auf Lesbarkeit überprüfen. Damit prüfe ich meine Texte, wenn es schnell gehen muss.
    z. B. http://wortliga.de/textanalyse

    lg,
    Hans

    • Jill Noll says:

      Hallo Hans!

      Ich freue mich, dass dir mein Beitrag gefällt! 🙂

      Auch dir vielen lieben Dank für deine Anmerkungen zu meinen Varianten! Kürzere Sätze sind immer besser – da hast du absolut recht!
      Das Tool für die Textanalyse war mir tatsächlich schon einmal über den Weg gelaufen. Ein wirklich nützliches Tool, das ziemlich gut zu funktionieren scheint! Danke dafür! 🙂

      LG
      Jill

  4. Petra Weise says:

    Der allgemeine Beitrag über das Formulieren eines Klappentextes ist wirklich gut. Das Schreiben eines solchen Klappentextes dagegen ist extrem schwierig. Man will den möglichen Leser interessieren und fesseln, nichts verraten, aber informieren.
    Zu Deinen Klappentexten kann ich nichts sagen, weil mich das Genre nicht interessiert. Ich bevorzuge reale Geschichten, den Alltag, die Wirklichkeit, was sowieso oft spannender ist als man ertragen kann.

    • Jill Noll says:

      Hallo Petra 🙂

      Du hast absolut recht! Man kann noch so viele Tipps und Tricks darüber lesen, wie ein Klappentext geschrieben sein sollte – wenn man sich dann daran setzt, ihn zu schreiben, ist es trotzdem alles andere als leicht 😀

      Das ist ja auch vollkommen ok. Mir ist ja klar, dass nicht jeder Fantasy mag, also kann auch nicht jeder meinen Klappentext ansprechend finden 🙂

      Liebe Grüße
      Jill

  5. Hallo Jill,

    toller Artikel, habe gleich über meinen Klappentext zu meinem Roman nachgedacht.

    Variante 2 gefällt mir besser, wäre mir zu lesen immer noch zu lang, Spätestens nach der Hälfte hätte ich aufgegeben. Kurz und knackig sollte er sein, ist aber immer so schwer … ach wenn es doch nur keine Klappentexte zu schreiben geben würde!

    LG Caro

    • Jill Noll says:

      Hallo Caro!

      Vielen Dank für die Blumen! Und vielen Dank für deine Kritik! 🙂

      Ja, Klappentexte sind wirklich hartes Brot. Aber mir macht es dennoch Spaß, an ihnen herumzutüfteln 😉

      Dir viel Erfolg mit deinem Klappenext! Den würde ich mir gern mal anschauen, wenn es soweit ist!

      Liebe Grüße
      Jill

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